So funktioniert’s
- 1Sobald die Seite geladen ist, erscheint eine neue UUID der Version 4. Klicke auf „Kopieren“, um sie zu verwenden.
- 2Wähle „Version 7“ für IDs, die sich nach Erstellungszeit sortieren lassen, und lege fest, wie viele du brauchst – bis zu 100.
- 3Aktiviere „Großbuchstaben“, „Ohne Bindestriche“ oder „In geschweiften Klammern“, damit das Format zu deinem Code passt.
- 4Füge eine vorhandene UUID unter „UUID analysieren“ ein, um zu prüfen, ob sie gültig ist, und Version, Variante sowie – bei zeitbasierten Versionen – den Erstellungszeitpunkt zu sehen.
Was ist eine UUID?
Eine UUID (Universally Unique Identifier), in der Microsoft-Welt GUID genannt, ist eine 128-Bit-Zahl, die als 32 Hexadezimalziffern in fünf Gruppen geschrieben wird, etwa f47ac10b-58cc-4372-a567-0e02b2c3d479. Jeder Computer kann eine erzeugen, ohne einen zentralen Server zu fragen, und es ist praktisch sicher, dass niemand sonst jemals dieselbe erzeugt. Deshalb sind UUIDs als Datenbankschlüssel, Dateinamen und Request-IDs beliebt – überall dort, wo Datensätze an vielen Stellen gleichzeitig entstehen.
Das Format ist in RFC 9562 festgelegt, der 2024 RFC 4122 abgelöst hat. Die erste Ziffer der dritten Gruppe ist die Version – im Beispiel oben 4 –, und die erste Ziffer der vierten Gruppe zeigt die Variante, die bei Standard-UUIDs 8, 9, a oder b lautet.
Version 4 oder Version 7?
Version 4 besteht aus 122 Bit reinem Zufall. Eine solche UUID verrät nichts darüber, wann oder wo sie erzeugt wurde, und ist für die meisten Zwecke die richtige Standardwahl. Du müsstest etwa 103 Billionen davon erzeugen, um auch nur eine Chance von eins zu einer Milliarde auf ein einziges Duplikat zu erreichen.
Version 7 beginnt mit einem 48-Bit-Zeitstempel in Millisekunden, gefolgt von Zufallsbits – später erzeugte UUIDs werden also nach früheren einsortiert. Datenbanken fügen neue Schlüssel dann am Ende ihrer Indizes ein statt an zufälligen Stellen, was Einfügungen schnell und Indizes kompakt hält. Der Haken: Jeder kann die Erstellungszeit aus der UUID ablesen, wie die UUID-Analyse auf dieser Seite zeigt.
Wie diese UUIDs erzeugt werden
Alles passiert in deinem Browser. UUIDs der Version 4 stammen aus crypto.randomUUID(), das auf den kryptografisch sicheren Zufallszahlengenerator des Betriebssystems zurückgreift. UUIDs der Version 7 kombinieren die aktuelle Zeit mit Zufallsbits aus crypto.getRandomValues(), und ein Zähler sorgt dafür, dass sie streng aufsteigend bleiben – auch wenn du viele innerhalb derselben Millisekunde erzeugst, wie es RFC 9562 empfiehlt.
Nichts wird an einen Server gesendet oder gespeichert – die IDs, die du hier erzeugst, gehören also nur dir.
Häufige Fragen
Sind UUIDs wirklich eindeutig?
Garantiert ist das nicht, aber für jeden praktischen Zweck nah genug dran. Bei 122 Zufallsbits ist eine Kollision in Version 4 weit unwahrscheinlicher als ein Hardwarefehler, der deine Daten beschädigt. Zum echten Risiko werden Duplikate erst, wenn der Zufallszahlengenerator fehlerhaft ist – deshalb nutzt dieses Tool den kryptografischen Generator des Browsers.
Was ist der Unterschied zwischen einer UUID und einer GUID?
In der Praxis keiner. GUID (Globally Unique Identifier) ist Microsofts Name für dasselbe 128-Bit-Format. Windows-Tools zeigen GUIDs oft in Großbuchstaben und in geschweiften Klammern an, etwa {F47AC10B-58CC-4372-A567-0E02B2C3D479} – mit den Optionen „Großbuchstaben“ und „In geschweiften Klammern“ erhältst du dasselbe Format.
Sollte ich UUIDs als Primärschlüssel in der Datenbank verwenden?
UUIDs eignen sich gut, wenn Datensätze an vielen Stellen entstehen oder wenn IDs nicht verraten dürfen, wie viele Datensätze es gibt. Nimm für Primärschlüssel lieber Version 7 als Version 4: Durch die zeitliche Ordnung bleiben B-Baum-Indizes kompakt und Einfügungen schnell. Speichere UUIDs in einer nativen uuid-Spalte oder als 16 Byte statt als Text mit 36 Zeichen.
Kann ich herausfinden, wann eine UUID erstellt wurde?
Nur bei zeitbasierten Versionen. Die Versionen 1, 6 und 7 enthalten einen Zeitstempel, den die UUID-Analyse auf dieser Seite dekodiert. Version 4 ist rein zufällig, und die Versionen 3 und 5 sind Hashes eines Namens – sie enthalten also überhaupt keine Zeit.
Kann ich eine UUID als geheimes Token verwenden?
Eine UUID der Version 4 aus einem kryptografischen Generator ist schwer zu erraten, aber sie ist nicht dafür gedacht, geheim zu bleiben – UUIDs landen in Logs, URLs und Screenshots. Für Links zum Zurücksetzen von Passwörtern, API-Schlüssel oder Session-Tokens nimm besser ein eigens dafür erzeugtes Zufallstoken. Verwende Version 7 nie als Geheimnis, denn ein Teil davon ist ein vorhersagbarer Zeitstempel.